Fine-Tuning ist mächtig, aber teuer und komplex. In 80 % der Fälle erreichen Sie mit Prompt-Engineering oder RAG bessere Ergebnisse — schneller und günstiger. Dieser Entscheidungsbaum hilft Ihnen, die richtige Strategie zu wählen.
Frage: Kann ein besserer Prompt das Problem lösen?
Versuchen Sie zuerst:
Wenn das reicht → Stopp. Kein Fine-Tuning nötig.
Frage: Braucht das Modell Zugriff auf spezifisches Wissen?
RAG ist besser als Fine-Tuning für:
Wenn das reicht → Stopp.
Fine-Tuning lohnt sich wenn:
| Kriterium | Prompting | RAG | Fine-Tuning |
|---|---|---|---|
| Setup-Zeit | Minuten | Tage | Wochen |
| Kosten | Niedrig | Mittel | Hoch |
| Aktualisierung | Sofort | Stunden | Tage–Wochen |
| Stil anpassen | ⚠️ Begrenzt | ❌ Nein | ✅ Sehr gut |
| Faktenwissen | ❌ Halluziniert | ✅ Quellenbasiert | ⚠️ Kann veralten |
| Latenz | Niedrig | Mittel | Niedrig |
| Use Case | Richtige Strategie | Warum |
|---|---|---|
| Kundensupport-Bot | RAG | Wissensbasis ändert sich, Quellen nötig |
| Marken-Texte schreiben | Fine-Tuning | Konsistenter Ton wichtiger als Fakten |
| Code-Reviews | Prompting | Few-Shot-Beispiele reichen meistens |
| Medizinische Zusammenfassungen | Fine-Tuning + RAG | Format-Wissen UND aktuelle Daten nötig |
Praxis-Tipp: Die goldene Regel: Erst Prompting optimieren (1 Tag), dann RAG evaluieren (1 Woche), dann Fine-Tuning erwägen (1+ Monate). Jede Stufe hat einen höheren ROI-Schwellenwert.
Was sollte man zuerst versuchen, bevor man Fine-Tuning einsetzt?